Macht WordPress eine Website automatisch barrierefrei?
Nein. WordPress liefert eine solide technische Basis, aber Barrierefreiheit entsteht durch Theme, Inhalte und Konfiguration. Ein schlecht gewähltes Theme oder unstrukturierte Beiträge können jede Plattform unzugänglich machen. Die gute Nachricht: Mit bewussten Entscheidungen ist ein hohes Niveau gut erreichbar.
Wie wähle ich ein barrierefreies Theme?
Achten Sie auf Themes, die im WordPress-Verzeichnis das Tag „accessibility-ready” tragen. Diese wurden auf Tastaturbedienbarkeit, Kontraste, sichtbaren Fokus und sinnvolle Überschriftenstruktur geprüft. Testen Sie das Theme vor dem Einsatz selbst per Tastatur und mit einem Kontrast-Checker – das Tag ist ein guter Startpunkt, keine Garantie.
Barrierefrei Inhalte pflegen
Der Redaktionsalltag entscheidet über die meisten Barrieren. Nutzen Sie echte Überschriften (H2, H3) statt fett formatierten Text, vergeben Sie Alternativtexte für Bilder im Mediendialog, schreiben Sie aussagekräftige Linktexte statt „hier klicken” und prüfen Sie Farbkontraste. Der Block-Editor zeigt Überschriftenebenen direkt an.
Welche Plugins helfen wirklich?
Sinnvoll sind Werkzeuge, die echte Probleme aufdecken oder beheben: Kontrast- und Strukturprüfer, Plugins für barrierefreie Formulare oder für korrekte Skip-Links. Vorsicht bei reinen „Overlay”-Plugins, die per Knopf vollständige Konformität versprechen – sie beheben die zugrunde liegenden Fehler im Code nicht und stehen rechtlich in der Kritik.
Warum sind Accessibility-Overlays umstritten?
Overlays legen eine Bedienleiste über die Seite, ändern aber den eigentlichen Quellcode kaum. Echte Nutzer von Screenreadern berichten häufig, dass Overlays stören statt helfen. In den USA gab es bereits zahlreiche Klagen trotz installiertem Overlay. friendlyuse setzt deshalb auf ein zusätzliches Nutzermenü plus echte Prüfung und Dokumentation – nicht auf eine Scheinlösung.